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Homepage Texte schreiben: Anleitung ohne Marketing-Studium

19. September 2026

Homepage Texte schreiben gelingt, wenn du zuerst die Frage des Besuchers beantwortest und erst danach über dich sprichst. Konkret heißt das: oben steht, was du machst, für wen und wo. Alles andere kommt darunter. Ich zeige dir, wie du die Seiten aufbaust, welche Sätze du streichen kannst und wo KI beim Schreiben hilft und wo nicht.

Letzte Aktualisierung: September 2026

Homepage Texte schreiben: leeres Textfeld mit Stift als Symbol für den ersten Satz

Warum eigene Texte schwerer sind, als sie aussehen

Die Technik einer Webseite ist heute in wenigen Tagen erledigt. Woran Projekte hängen bleiben, sind die Texte. Ich sehe das in fast jedem Projekt: Fotos kommen nach drei Tagen, die Texte nach drei Wochen.

Der Grund ist nicht Faulheit. Es ist die Perspektive. Du kennst deinen Betrieb so gut, dass du gar nicht mehr weißt, was ein Fremder nicht weiß. Also schreibst du auf, was dir wichtig erscheint: Gründungsjahr, Werte, Qualitätsanspruch. Der Besucher will aber etwas ganz anderes wissen, nämlich ob du sein Problem lösen kannst.

Was ist ein guter Webseitentext?

Ein guter Webseitentext beantwortet die Frage, mit der jemand auf die Seite gekommen ist, und zwar bevor er scrollen muss. Er ist nicht besonders schön formuliert und nicht besonders lang. Er ist verständlich, konkret und endet mit einem klaren nächsten Schritt. Alles, was diesen drei Punkten nicht dient, kann weg.

Der wichtigste Satz steht ganz oben

Der erste Satz auf jeder Seite beantwortet drei Dinge: was du machst, für wen und wo. „Wir sanieren Bäder in Kassel und Umgebung, meist innerhalb von drei Wochen." Das ist kein eleganter Satz, aber er erledigt in zwölf Wörtern, wofür manche Startseite drei Absätze braucht.

Was oben nicht hingehört: Begrüßungen. „Herzlich willkommen auf unserer Webseite" sagt niemandem etwas. Ebenso wenig „Wir freuen uns über Ihr Interesse". Beides sind Höflichkeitsfloskeln aus dem Briefverkehr, die online nur Platz kosten.

Google beschreibt den Maßstab dafür in der eigenen Dokumentation ungewöhnlich klar:

„People-first content means content that's created primarily for people, and not to manipulate search engine rankings."
Quelle: Google, Search-Central-Dokumentation, Seite „Creating helpful, reliable, people-first content"

Für dich heißt das erst einmal Entwarnung. Du musst beim Schreiben nicht an Suchmaschinen denken. Wenn der Text einem Menschen hilft, der genau dein Problem hat, arbeitet er auch bei Google. Der umgekehrte Weg, also Texte für die Suchmaschine zu bauen und zu hoffen, dass Menschen sie mögen, funktioniert seit Jahren nicht mehr.

Welche Seite welchen Text braucht

Nicht jede Seite hat dieselbe Aufgabe. Diese Aufteilung hat sich bewährt:

  • Startseite: Was du machst, für wen, wo, und ein deutlicher Weg zur Kontaktaufnahme. Kurz halten, sie ist ein Wegweiser, kein Aufsatz.
  • Leistungsseiten: Pro Leistung eine eigene Seite. Was genau passiert, was es ungefähr kostet, wie lange es dauert, was der Kunde vorbereiten muss.
  • Über uns: Menschen, keine Firmenhistorie. Wer arbeitet hier, seit wann, was ist euch bei der Arbeit wichtig. Ein Foto schlägt zwei Absätze.
  • Referenzen: Drei Projekte mit Ausgangslage, Lösung und Ergebnis. Konkreter als zwanzig Bilder ohne Beschreibung.
  • Kontakt: Alle Wege, klickbar. Erreichbarkeitszeiten und eine realistische Antwortzeit.

Die Leistungsseiten sind der Teil, der am meisten Arbeit macht und am meisten bringt. Sie sind es auch, die bei lokalen Suchanfragen gefunden werden. Wie das im Zusammenspiel mit dem Rest funktioniert, steht im Überblick zu Webdesign für Handwerker.

Homepage Texte schreiben: Seitenstruktur mit einer Hauptseite und mehreren Leistungsseiten

Schreib in der Sprache deiner Kunden

Der häufigste Fehler in Handwerkstexten ist die Fachsprache. Du schreibst „Rohrreinigung mit Hochdruckspülung", dein Kunde tippt „Abfluss verstopft". Du schreibst „Anlagenmechaniker SHK", er sucht „Klempner". Beides gehört auf die Seite, aber das Wort des Kunden muss vorn stehen.

Woher weißt du, welche Worte das sind? Aus deinem eigenen Telefon. Notiere zwei Wochen lang, mit welchen Sätzen Leute ihr Problem beschreiben. Diese Formulierungen sind deine Überschriften. Das ist die günstigste Textrecherche, die es gibt, und sie ist genauer als jedes Werkzeug.

Ein zweiter Trick: Schreib den Text so, wie du ihn am Telefon erklären würdest, und lies ihn dir danach laut vor. Alles, was du so nie sagen würdest, fliegt raus. „Wir realisieren maßgeschneiderte Lösungen" sagt niemand am Telefon.

Was auf den meisten Seiten fehlt

Eine Untersuchung von Handwerker-Webseiten zeigt ziemlich deutlich, welche Inhalte systematisch fehlen:

88 Prozent der untersuchten Handwerker-Webseiten machen keinerlei Angaben zu Preisen, 78 Prozent zeigen kein Foto des Inhabers, und nur 15 Prozent beantworten typische Kundenfragen.
Quelle: Team handwerk-digital (Sandra und Jörg Mosler), Analyse von 500 Webseiten aus fünf Gewerken in jeweils fünf deutschen Großstädten, 2025

Alle drei Lücken sind Textarbeit, keine Technik. Und alle drei lassen sich an einem Nachmittag schließen:

  • Preisrahmen nennen: Nicht jede Leistung hat einen Festpreis, eine Spanne oder ein Beispielprojekt geht aber immer. Wer nichts nennt, wird nicht angefragt, sondern übersprungen.
  • Ein Gesicht zeigen: Ein Foto vom Inhaber mit zwei Sätzen darunter. Das ist der billigste Vertrauensgewinn, den eine Webseite hergibt.
  • Die häufigsten Fragen beantworten: Genau die, die du ohnehin jede Woche am Telefon beantwortest. Sie sparen dir Anrufe und werden zusätzlich bei Google gefunden.

Fünf Formulierungen, die du streichen kannst

  • „Wir bieten Ihnen ein breites Leistungsspektrum": Sagt nichts. Zähl die drei Leistungen auf, mit denen du wirklich Geld verdienst.
  • „Qualität und Zuverlässigkeit stehen bei uns an erster Stelle": Behauptet jeder. Zeig stattdessen ein Projekt.
  • „Seit über 20 Jahren Ihr Partner": Das Jahr allein überzeugt niemanden. „Seit 2004, über 400 sanierte Bäder" schon.
  • „Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit": Zu vage. „Ruf an unter 0561 123456, montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr" ist eine Handlungsaufforderung.
  • „Bei Fragen stehen wir Ihnen zur Verfügung": Passiv und ohne nächsten Schritt. Sag konkret, was passieren soll.

Wenn du nur diese fünf Muster aus deinen bestehenden Texten entfernst, gewinnst du Platz für Inhalte, die tatsächlich etwas beantworten. Warum Besucher sonst abspringen, habe ich in Webseite ohne Anfragen zusammengetragen.

Ein Absatz, zweimal geschrieben

Der Unterschied lässt sich am schnellsten an einem Beispiel zeigen. Beide Absätze beschreiben dieselbe Leistung eines Malerbetriebs.

Vorher: „Als traditionsreicher Familienbetrieb mit langjähriger Erfahrung bieten wir Ihnen ein umfassendes Leistungsspektrum rund um das Thema Malerarbeiten. Qualität, Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit stehen bei uns dabei stets an erster Stelle. Gerne beraten wir Sie individuell zu Ihrem Projekt."

Drei Sätze, 41 Wörter, und der Leser weiß danach nicht, was gemacht wird, was es kostet oder wann jemand kommen kann. Jeder Wettbewerber könnte denselben Absatz auf seiner Seite stehen haben, ohne dass es auffiele.

Nachher: „Wir streichen Wohnungen und Häuser in Kassel und im Umkreis von 30 Kilometern. Eine Dreizimmerwohnung schaffen wir meist in zwei Tagen, ein Treppenhaus in einem. Für eine Einschätzung reicht uns ein Foto per WhatsApp, den Kostenvoranschlag bekommst du innerhalb von zwei Werktagen."

Ebenfalls drei Sätze, 43 Wörter, aber jetzt stehen vier belastbare Informationen darin: Leistung, Einzugsgebiet, Dauer und der nächste Schritt. Kein einziges Wort davon musste erfunden werden, es sind Dinge, die der Betrieb ohnehin weiß.

Genau darin liegt die eigentliche Arbeit. Nicht im Formulieren, sondern im Entscheiden, welche vier Informationen ein Interessent an dieser Stelle braucht. Wer das für jede Seite einmal durchdenkt, schreibt den Text danach in zwanzig Minuten.

Wie lang soll ein Text sein?

So lang wie nötig. Eine Kontaktseite braucht fünf Zeilen, eine Leistungsseite zu einer Badsanierung darf 600 Wörter haben, weil dort echte Fragen zu beantworten sind. Die verbreitete Regel, jede Seite brauche mindestens 300 Wörter, führt nur zu aufgeblähten Texten.

Ein praktischer Maßstab: Streich jeden Absatz, der weder eine Frage beantwortet noch Vertrauen schafft. Beides zusammen deckt fast alles ab, was ein Besucher von dir braucht, und alles andere ist Beiwerk, das er ohnehin überspringt.

Wer unsicher ist, macht den Gegentest: Zeig den Text jemandem, der deinen Betrieb nicht kennt, und frag danach, was du machst und was es kostet. Kann er beides nicht beantworten, liegt es fast nie an der Länge, sondern an fehlenden konkreten Angaben. Was übrig bleibt, hat die richtige Länge. Absätze von drei bis vier Sätzen lesen sich auf dem Handy deutlich besser als lange Blöcke, und der größte Teil deiner Besucher liest mobil.

KI beim Schreiben: hilfreich, aber nicht allein

Ein Sprachmodell nimmt dir die Startblockade ab. Es kennt aber deinen Betrieb nicht, kennt deine Preise nicht und erfindet im Zweifel Details. Deshalb funktioniert nur eine Richtung: Du lieferst die Fakten, die KI formuliert.

Praktisch sieht das so aus: Stichpunkte zur Leistung, zum Ablauf und zum Preisrahmen hinschreiben, dann daraus einen Entwurf erzeugen lassen und ihn anschließend auf die eigene Sprache ziehen. Wie du dafür brauchbare Anweisungen formulierst, steht in ChatGPT für Selbstständige.

Zwei Dinge solltest du dabei nie tun. Erstens: einen Entwurf ungeprüft veröffentlichen. Zahlen, Fristen und Leistungsumfänge muss ein Mensch gegenlesen, sonst steht irgendwann eine Zusage auf deiner Seite, die du nicht halten kannst. Zweitens: alle Seiten im selben Rutsch erzeugen lassen. Dann klingt der ganze Auftritt gleich, und genau das fällt Lesern auf.

Häufige Fragen zum Homepage Texte schreiben

Wie lang sollte ein Text auf der Startseite sein?

Kurz. Die Startseite ist ein Wegweiser, kein Aufsatz. Ein Satz dazu, was du machst und wo, die wichtigsten Leistungen als Übersicht und ein klarer Weg zur Kontaktaufnahme reichen. Die Tiefe gehört auf die Leistungsseiten.

Muss ich Preise auf der Webseite nennen?

Pflicht ist es nicht, sinnvoll fast immer. Eine Spanne oder ein Beispielprojekt nimmt die Hemmung vor der Anfrage. Wer gar nichts nennt, wird von Interessenten oft übersprungen, weil sie eine unkalkulierbare Rechnung befürchten.

Soll ich meine Texte mit Suchbegriffen füllen?

Nein. Schreib für Menschen und benutze dabei die Wörter, die deine Kunden tatsächlich verwenden. Das deckt sich in aller Regel mit dem, wonach gesucht wird. Künstlich eingebaute Begriffe erkennt heute jeder Leser und Google ohnehin.

Wie finde ich heraus, welche Wörter meine Kunden benutzen?

Hör deinem Telefon zu. Notiere zwei Wochen lang, wie Anrufer ihr Problem beschreiben. Ergänzend hilft die Google-Autovervollständigung: Tipp deine Leistung plus Ort ein und schau, was vorgeschlagen wird.

Kann ich die Texte von ChatGPT schreiben lassen?

Den Entwurf ja, die Fakten nein. Liefere Leistungen, Ablauf und Preisrahmen selbst und lass daraus formulieren. Danach einmal laut lesen und alles streichen, was du so nie sagen würdest.

Was mache ich, wenn mir zu einer Seite gar nichts einfällt?

Dann beantworte schriftlich die fünf Fragen, die dir Kunden zu diesem Thema am häufigsten stellen. Das ist bereits der Text. Fast alle guten Leistungsseiten sind nichts anderes als geordnete Antworten auf echte Fragen.

Fazit: Homepage Texte schreiben ist Zuhören, nicht Formulieren

Die besten Webseitentexte entstehen nicht am Schreibtisch, sondern am Telefon. Das ist die gute Nachricht daran: Du musst nichts erfinden, sondern nur aufschreiben, was du ohnehin jede Woche erklärst. Wer aufschreibt, was Kunden wirklich fragen, und in ihrer Sprache antwortet, hat den größten Teil der Arbeit erledigt. Der Rest ist Struktur: eine Seite pro Leistung, der wichtigste Satz nach oben, am Ende ein klarer nächster Schritt.

Wenn du merkst, dass die Texte trotzdem liegen bleiben, ist das kein Versagen. Es ist der häufigste Grund, warum Webseiten-Projekte sich hinziehen. Bei uns gehören die Texte deshalb zum Festpreis ab 1.990 € netto dazu, statt als Hausaufgabe beim Kunden zu landen. Was ein Projekt insgesamt kostet, steht in Was kostet eine Webseite, und im kostenlosen Erstgespräch sagen wir dir ehrlich, ob sich das für dich lohnt.

Quelle: Google Search Central: Creating helpful, reliable, people-first content

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von uns redaktionell geprüft.

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