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Erstgespräch für deine Webseite: Ablauf und Vorbereitung

25. September 2026

Ein Erstgespräch über eine neue Webseite dauert bei mir rund 30 Minuten, findet per Zoom statt und kostet nichts. Du erzählst, was dein Betrieb macht und woran es gerade hakt. Ich sage dir, was eine Lösung kosten würde und wie lange sie dauert. Viele Leute buchen so einen Termin trotzdem nicht, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Genau das räume ich hier aus dem Weg.

Letzte Aktualisierung: September 2026

Erstgespräch zur neuen Webseite: zwei Gesprächspartner im offenen Austausch

Was ein Erstgespräch ist und was es nicht ist

Was ist ein Erstgespräch?

Ein Erstgespräch ist ein unverbindlicher Termin, in dem ein Dienstleister und ein möglicher Kunde prüfen, ob ein Projekt zusammenpasst. Es geht um die Ausgangslage, das Ziel und die groben Rahmenbedingungen. Am Ende steht keine Unterschrift, sondern eine Einschätzung.

Beim Thema Webseite heißt das konkret: Ich will verstehen, wie dein Betrieb an Aufträge kommt, was heute online über dich zu finden ist und was du dir vom nächsten Jahr erhoffst. Erst danach lässt sich sagen, ob eine neue Webseite überhaupt das richtige Mittel ist.

Ein Verkaufsgespräch mit Abschlussdruck ist es ausdrücklich nicht. Ich habe kein Interesse daran, jemandem eine Webseite anzudrehen, der eigentlich ein Problem mit seinem Google-Unternehmensprofil hat. Solche Projekte machen im Nachhinein beiden Seiten keine Freude.

Warum das Erstgespräch nichts kostet

Die halbe Stunde ist für mich Vorarbeit. Ohne das Gespräch könnte ich kein ehrliches Angebot schreiben, sondern nur eine Zahl raten. Und ein geratenes Angebot ist für dich wertlos.

Es gibt einen zweiten Grund, den ich offen sage: Ich lehne Projekte ab. Nicht oft, aber es kommt vor. Wenn jemand eine Plattform mit Nutzerkonten und Zahlungsabwicklung braucht, ist er bei einem Festpreis-Webdesign falsch aufgehoben. Das im Erstgespräch zu merken, ist für beide billiger als drei Monate später.

Der Ablauf: was im Erstgespräch tatsächlich passiert

Der Termin läuft in vier Abschnitten ab. Die Reihenfolge ist bewusst so gewählt, dass ich erst zuhöre und dann rede.

  • Deine Ausgangslage (etwa 10 Minuten): Was macht dein Betrieb, wie viele Leute seid ihr, woher kommen die Anfragen heute? Hier rede ich fast gar nicht.

  • Das eigentliche Problem (etwa 5 Minuten): Zu wenige Anfragen, die falschen Anfragen, eine Seite die niemand findet, oder ein Bewerbermangel. Das sind sehr verschiedene Baustellen.

  • Mein Blick von außen (etwa 10 Minuten): Ich schaue mir vor dem Termin an, was zu deinem Betrieb online zu finden ist, und sage dir, was mir auffällt. Auch das, was du vermutlich nicht hören willst.

  • Rahmen und nächste Schritte (etwa 5 Minuten): Grobe Kosten, grober Zeitraum, und was passieren würde, wenn wir zusammenarbeiten.

Diese 30 Minuten sind eine Richtgröße, keine Stoppuhr. Wenn dein Fall komplizierter ist, reden wir länger. Wenn nach 18 Minuten alles gesagt ist, hören wir auf.

Wer beim Erstgespräch dabei sein sollte

Am besten die Person, die am Ende entscheidet. Das klingt selbstverständlich, ist es in der Praxis aber nicht. Immer wieder sitzt im Termin jemand, der alles sammelt und im Betrieb weiterträgt. Dann dauert jede Rückfrage eine Woche, und die Hälfte meiner Einschätzung kommt verzerrt an.

Sinnvoll ist außerdem, wer später die Inhalte liefert. In kleinen Betrieben ist das dieselbe Person, in etwas größeren oft das Büro. Wer die Texte und Fotos beisteuert, hat im Erstgespräch die konkretesten Fragen, weil er den Aufwand dahinter am realistischsten einschätzt.

Mehr als zwei Leute braucht es selten. Ab drei Teilnehmern kippt das Gespräch in eine Abstimmungsrunde, und ich höre deutlich weniger darüber, wo der Schuh tatsächlich drückt.

Warum ich mir deine Situation vorher ansehe

Vor jedem Erstgespräch schaue ich mir an, was über den Betrieb im Netz auffindbar ist: die bestehende Seite, das Google-Unternehmensprofil, die Bewertungen, die Konkurrenz im Ort. Das dauert mich zehn Minuten und spart im Termin zwanzig.

Der Unterschied ist spürbar. Statt "erzählen Sie mal, was Sie brauchen" kann ich sagen: "Dein Betrieb taucht bei der Suche nach Fliesenleger plus Ortsname auf Seite zwei auf, und drei deiner Wettbewerber haben mehr Bewertungen als du." Darüber lässt sich reden.

Für 40 Prozent der Befragten ist es ein Ausschlusskriterium, wenn ein Handwerksbetrieb keine eigene Webseite hat.
Quelle: Bitkom, repräsentative Befragung von 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, Erhebungszeitraum Kalenderwoche 7 bis 10 im Jahr 2025

Diese Zahl bringe ich nicht als Verkaufsargument. Sie erklärt nur, warum das Thema im Erstgespräch meistens dringender ist, als der Betriebsinhaber selbst denkt. Wer keine Seite hat, verliert vier von zehn Interessenten, bevor überhaupt jemand angerufen hat.

So bereitest du dich auf das Erstgespräch vor

Du musst nichts vorbereiten. Das Gespräch funktioniert auch, wenn du dich spontan hinsetzt. Mit ein bisschen Vorlauf wird es allerdings deutlich konkreter, und du bekommst am Ende eine belastbarere Zahl statt einer Spanne.

Diese vier Dinge helfen am meisten

Was du mitbringst

Warum es hilft

Deine Zugangsdaten oder wenigstens den Namen deines Hosters

Zeigt, ob ein Umzug nötig ist oder ob wir auf dem Bestehenden aufbauen können

Zwei, drei Webseiten die dir gefallen

Geschmack lässt sich schlecht beschreiben, aber gut zeigen

Eine Zahl: wie viele Anfragen kommen heute pro Monat rein

Ohne Ausgangswert lässt sich später nicht sagen, ob sich etwas verbessert hat

Dein Zeitrahmen

Ein Termin in acht Wochen ist etwas anderes als "irgendwann nächstes Jahr"

Was du ausdrücklich nicht brauchst: fertige Texte, ein Logo in hoher Auflösung oder ein durchdachtes Farbkonzept. Das kommt später und ist Teil des Projekts. Wer darauf wartet, bis alles fertig ist, bevor er ein Erstgespräch bucht, wartet ewig.

Die Frage, die du dir vorher stellen solltest

Was soll nach dem Projekt anders sein? Diese eine Frage ist wichtiger als alle Unterlagen zusammen. "Ich will eine neue Webseite" beschreibt den Weg, nicht das Ziel dahinter. Brauchbare Antworten klingen eher so: "Ich will drei Anfragen pro Woche statt einer." Oder: "Ich will endlich Bewerbungen von Leuten aus der Region."

Wenn du auf diese Frage im Erstgespräch eine Antwort hast, ändert das den ganzen Termin. Wir reden dann nicht über Farben, sondern darüber, was die Seite leisten muss.

Vorbereitung auf das Erstgespräch: Checkliste mit den wichtigsten Punkten

Diese Fragen solltest du im Erstgespräch stellen

Ein Erstgespräch geht in beide Richtungen. Du prüfst mich genauso, wie ich das Projekt prüfe. Die folgenden Fragen trennen seriöse Anbieter von unseriösen ziemlich zuverlässig.

  • Gehört mir die Webseite hinterher? Bei Baukasten-Anbietern und manchen Agenturen lautet die ehrliche Antwort nein. Du mietest dann etwas, das du nie mitnehmen kannst.

  • Welche Kosten laufen nach dem Projekt weiter? Domain und Hosting kosten je nach Anbieter rund 89 € im Jahr, und die zahlst du direkt dort, nicht bei mir. Wartung ist optional und startet bei 49 € netto im Monat.

  • Was passiert, wenn ich später etwas ändern will? Frag nach, ob du selbst Texte tauschen kannst oder für jede Kleinigkeit anrufen musst.

  • Wer schreibt die Texte? Diese Frage wird gern übergangen und ist der häufigste Grund, warum Projekte liegen bleiben.

  • Kann ich mit einem Kunden von dir sprechen? Wer hier zögert, hat einen Grund dafür.

Wenn dir bei einer Antwort etwas komisch vorkommt, frag nach. Ein Anbieter, der bei Nachfragen ungeduldig wird, wird das im laufenden Projekt nicht besser machen.

Was nach dem Erstgespräch passiert

Innerhalb von zwei Werktagen bekommst du eine schriftliche Zusammenfassung mit einem konkreten Preis, keinen Korridor von "irgendwas zwischen 2.000 und 8.000". Bei einer normalen Unternehmens-Webseite liegt der Festpreis bei 1.990 € netto, und dabei bleibt es auch dann, wenn das Projekt für mich aufwendiger wird als gedacht.

Danach passiert erst einmal nichts. Kein Anruf drei Tage später, kein Nachfassen. Wenn du dich meldest, geht es los. Wenn nicht, war es eine halbe Stunde, in der du zumindest weißt, wo du stehst.

Wie ein Projekt danach abläuft, habe ich in einem eigenen Artikel Schritt für Schritt beschrieben: Webseite erstellen lassen, der Ablauf von der Idee bis zum Launch. Und wenn du vorher wissen willst, welche Preise am Markt realistisch sind, steht das in Was kostet eine Webseite.

Warum der Termin online stattfindet

Das Erstgespräch läuft per Zoom, nicht vor Ort. Das spart beiden Seiten die Anfahrt, und weil wir uns dabei sehen, geht trotzdem nichts von dem verloren, was ein Telefonat vermissen lässt. Bildschirm teilen funktioniert nebenbei auch, und genau das brauchen wir, wenn ich dir etwas an deiner bestehenden Seite zeigen will.

Erst 9 Prozent der Menschen in Deutschland haben schon einmal online einen Termin bei einem Handwerksbetrieb gebucht, 27 Prozent können sich vorstellen, das künftig zu tun.
Quelle: Bitkom, repräsentative Befragung von 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, Erhebungszeitraum Kalenderwoche 7 bis 10 im Jahr 2025

Die Zahl ist auch für deinen eigenen Betrieb interessant. Online-Terminbuchung ist bei Kunden noch nicht Gewohnheit, aber ein gutes Viertel wartet darauf. Wer sie anbietet, hat das Feld für sich, solange die Konkurrenz noch aufs Telefon setzt. Die Bitkom-Auswertung dazu ist öffentlich einsehbar.

Buchung mit 48 Stunden Vorlauf

Termine lassen sich frühestens 48 Stunden im Voraus buchen. Das klingt nach einer Hürde, hat aber einen Grund: Ich will mir deine aktuelle Situation vorher ansehen, und das geht nicht zwischen Tür und Angel. Nach der Buchung bekommst du eine Bestätigung mit dem Zoom-Link, kurz vor dem Termin folgt eine Erinnerung.

Wann sich ein Erstgespräch für dich nicht lohnt

Es gibt Fälle, in denen ich abrate. Wenn deine Seite drei Monate alt ist und technisch sauber läuft, brauchst du keine neue, sondern Inhalte und Sichtbarkeit. Wenn dein Betrieb ohnehin ausgelastet ist und keine Mitarbeiter sucht, löst eine Webseite kein Problem, das du hast.

Auch bei sehr kleinen Budgets ist ein Erstgespräch bei mir wenig sinnvoll. Unter 1.990 € baue ich nichts, weil ich unterhalb dieser Grenze nur etwas abliefern könnte, das dem Betrieb nicht hilft. Das sage ich lieber vorher als im Termin.

Wenn du dagegen seit Monaten das Gefühl hast, dass online über dich zu wenig zu finden ist, und noch nicht weißt, wo du anfangen sollst, ist ein Erstgespräch genau das Richtige. Beispiele fertiger Projekte findest du in den Webprojekten.

Häufige Fragen zum Erstgespräch

Wie lange dauert ein Erstgespräch?

Etwa 30 Minuten. Bei umfangreicheren Projekten kann es länger werden, bei klaren Fällen ist es nach 20 Minuten vorbei. Einen zweiten Termin brauchen die wenigsten.

Ist das Erstgespräch wirklich kostenlos?

Ja, es entstehen keine Kosten und keine Verpflichtung. Du bekommst danach eine schriftliche Einschätzung mit Preis, und ob du sie annimmst, ist deine Entscheidung.

Muss ich für das Erstgespräch etwas vorbereiten?

Nein. Hilfreich sind der Name deines Hosters, zwei Beispielseiten die dir gefallen und eine ungefähre Zahl deiner monatlichen Anfragen. Ohne das funktioniert der Termin trotzdem.

Findet das Erstgespräch auch vor Ort statt?

Das Erstgespräch selbst läuft per Zoom. Bei größeren Projekten in erreichbarer Entfernung ist ein Vor-Ort-Termin im weiteren Verlauf möglich, für den ersten Austausch ist er nicht nötig.

Werde ich nach dem Erstgespräch angerufen?

Nein. Du bekommst die Zusammenfassung per Mail und danach nichts mehr, solange du dich nicht meldest. Nachfassanrufe halte ich für einen Weg, gute Kunden zu vergraulen.

Fazit: das Erstgespräch ist der günstigste Teil des Projekts

Eine halbe Stunde Erstgespräch kostet dich nichts und bringt dir eine ehrliche Einschätzung, ob eine neue Webseite dein Problem überhaupt löst. Im schlechtesten Fall hast du danach Klarheit und einen Preis, mit dem du woanders vergleichen kannst.

Was du dafür mitbringen solltest, ist eine Antwort auf die Frage, was nach dem Projekt anders sein soll. Alles andere klären wir im Termin.

Du kannst dir direkt ein kostenloses Erstgespräch buchen. Unverbindlich, per Zoom, und du bekommst danach eine konkrete Zahl statt einer Preisspanne.

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Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von uns redaktionell geprüft.

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