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Relaunch Checkliste: So geht deine neue Webseite sicher live

03. Oktober 2026

Eine Relaunch Checkliste sorgt dafür, dass deine neue Webseite live geht, ohne dass Google-Rankings, Anfragen über das Kontaktformular oder alte Links verloren gehen. Die wichtigsten Punkte sind eine vollständige Liste aller alten Adressen, ein Weiterleitungsplan, eine Testphase ohne Google-Indexierung und eine Kontrolle in den ersten vier Wochen nach dem Livegang. Hier bekommst du die komplette Liste für kleine Betriebe mit 10 bis 50 Unterseiten, in der Reihenfolge, in der du sie abarbeitest.

Letzte Aktualisierung: September 2026

Relaunch Checkliste für die neue Webseite eines Handwerksbetriebs

Was ist ein Webseiten-Relaunch?

Ein Relaunch ist die Neuauflage einer bestehenden Webseite unter derselben Domain. Design, Technik, Seitenstruktur oder Inhalte ändern sich, oft alles gleichzeitig. Die Adresse im Browser bleibt gleich, dahinter steckt aber eine neue Seite.

Genau darin liegt das Risiko. Google kennt deine alte Seite seit Jahren. Jede Unterseite hat eine feste Adresse, manche davon ranken für Suchbegriffe, die dir Aufträge bringen. Ändert sich beim Relaunch die Adresse einer solchen Unterseite und niemand kümmert sich darum, landet der Besucher aus der Google-Suche auf einer Fehlerseite. Nach ein paar Wochen fliegt die Seite aus dem Index.

Relaunch, Redesign oder Neubau: Wo ist der Unterschied?

Ein Redesign ändert nur die Optik, Adressen und Texte bleiben gleich. Das Risiko ist klein. Ein Relaunch baut die Seite technisch neu auf, häufig mit neuem System, neuer Menüstruktur und neuen Adressen. Ein Neubau ist eine Webseite für eine Domain, die bisher keine Inhalte hatte. Beim Redesign hilft eine Relaunch Checkliste, beim Relaunch ist sie Pflicht.

Was ist eine 301-Weiterleitung?

Eine 301-Weiterleitung ist eine dauerhafte Umleitung von einer alten auf eine neue Adresse. Wer die alte Adresse aufruft, landet automatisch auf der neuen. Google versteht dabei, dass die Seite umgezogen ist, und überträgt die Signale der alten Adresse nach und nach auf die neue. Ohne diese Weiterleitungen fängt deine neue Seite bei Google in weiten Teilen von vorne an.

Warum eine Relaunch Checkliste gerade für kleine Betriebe zählt

Die meisten Ratgeber zum Thema richten sich an Onlineshops mit tausenden Produktseiten. Dein Fall ist ein anderer. Deine Seite hat vielleicht 20 Unterseiten, und drei davon bringen den Großteil der Anfragen. Wenn genau diese drei beim Relaunch verloren gehen, merkst du das zuerst am Telefon: Es klingelt seltener.

Fast jeder Betrieb steht irgendwann vor dieser Frage. Eine eigene Webseite ist im Handwerk längst Standard. Wer heute baut, ersetzt meist eine bestehende Seite.

94 Prozent der Handwerksbetriebe nutzen eine eigene Webseite.
Quelle: Bitkom-Studienbericht „Digitalisierung des Handwerks“, telefonische Befragung von 504 Handwerksunternehmen in Deutschland, Erhebung Juni bis Juli 2025

Ein typisches Beispiel: Ein Elektrobetrieb mit sechs Mitarbeitern hat 2017 eine WordPress-Seite bekommen. Die Unterseite „Wallbox installieren“ steht bei Google für den Ort auf Seite 1 und bringt jede Woche zwei, drei Anfragen. Die neue Seite fasst alle Leistungen auf einer Seite „Leistungen“ zusammen. Die alte Adresse gibt es nicht mehr, eine Weiterleitung fehlt. Sechs Wochen später ist die Platzierung weg, und die neue Leistungsseite rankt für „Wallbox“ nirgends, weil das Wort dort nur einmal in einer Aufzählung steht. Beide Fehler hätte eine Relaunch Checkliste abgefangen.

Ob sich ein Relaunch bei dir überhaupt lohnt, klärt der Artikel über die 7 Anzeichen, dass deine Webseite einen Relaunch braucht. Hier geht es um den nächsten Schritt: die Umsetzung.

Die Relaunch Checkliste auf einen Blick

Die Tabelle fasst alle Aufgaben in fünf Phasen zusammen. Die Zeitangaben gehen von einer Seite mit 10 bis 50 Unterseiten aus. Darunter findest du jede Phase im Detail.

Phase

Zeitpunkt

Wichtigste Aufgaben

Wer ist zuständig?

1. Bestandsaufnahme

4 bis 6 Wochen vor dem Livegang

Alle alten Adressen sammeln, Top-Seiten nach Klicks ermitteln, Texte und Bilder sichern, Zugangsdaten klären

Du und deine Agentur

2. Weiterleitungsplan

3 bis 4 Wochen vorher

Jede alte Adresse einer neuen zuordnen, Meta-Titel der starken Seiten übernehmen

Agentur, du prüfst

3. Testphase

1 bis 2 Wochen vorher

Testseite vor Google sperren, Formulare, Handyansicht, Ladezeit und Rechtstexte prüfen

Agentur, du testest mit

4. Livegang

Dienstag oder Mittwoch, vormittags

Indexierung freigeben, Weiterleitungen aktivieren, Sitemap einreichen, Google-Unternehmensprofil prüfen

Agentur

5. Kontrolle

Tag 1 bis Woche 4 danach

404-Fehler beheben, Klicks und Anfragen vergleichen, Rankings der Top-Seiten beobachten

Agentur und du

Phase 1: Bestandsaufnahme vor dem Relaunch

Der wichtigste Teil der Arbeit passiert, bevor die neue Seite überhaupt fertig ist. Du brauchst ein vollständiges Bild davon, was die alte Seite hat und was sie leistet. Diese Punkte gehören in Phase 1 der Relaunch Checkliste:

  1. Alle alten Adressen exportieren. Bei WordPress findest du sie meist unter deinedomain.de/sitemap.xml oder deinedomain.de/wp-sitemap.xml. Kopiere jede Adresse in eine Tabelle. Vergiss PDF-Dateien wie Preislisten und alte Blogartikel nicht.

  2. Die starken Seiten finden. In der Google Search Console unter „Leistung“ siehst du, welche Seiten in den letzten zwölf Monaten Klicks hatten. Sortiere nach Klicks. Die oberen fünf bis zehn Seiten sind dein Kapital, die schützt du beim Relaunch zuerst.

  3. Suchbegriffe notieren. Schreib dir pro starker Seite auf, über welche Suchanfragen sie gefunden wird. Diese Begriffe müssen auf der neuen Seite wieder vorkommen, am besten in Überschrift und Meta-Titel.

  4. Externe Links prüfen. Welche anderen Seiten verlinken auf dich? Typisch sind Innungen, Handwerkskammer, Branchenbücher und Lieferanten. Diese Links verweisen oft auf Unterseiten, deren Adresse beim Relaunch wegfällt.

  5. Inhalte sichern. Mach ein komplettes Backup der alten Seite, inklusive Datenbank. Sichere zusätzlich Referenzfotos und Texte, die du behalten willst, in einem eigenen Ordner.

  6. Zugangsdaten klären. Wer hat den Zugang zu Domain, Hosting, Search Console und Google-Unternehmensprofil? Wenn die alte Agentur die Domain verwaltet, kläre das jetzt, nicht am Tag des Livegangs.

  7. Ist-Werte festhalten. Notiere die Zahl der Anfragen pro Monat, die Klicks aus der Google-Suche und die Positionen deiner fünf wichtigsten Suchbegriffe. Ohne diese Werte kannst du nach dem Relaunch nicht beurteilen, ob es besser oder schlechter läuft.

In der Praxis kostet Punkt 6 oft am meisten Zeit. Die Domain liegt beim Neffen, das Hosting bei einer Agentur, die es nicht mehr gibt, und die Search Console hat nie jemand eingerichtet. Plane dafür eine Woche Puffer ein.

Phase 2: Der Weiterleitungsplan

Ohne Weiterleitungsplan ist jede Relaunch Checkliste wertlos. Er ist eine einfache Tabelle mit zwei Spalten: links die alte Adresse, rechts die neue. Jede alte Adresse aus Phase 1 bekommt eine Zeile. So kann das für einen Malerbetrieb aussehen:

Alte Adresse

Neue Adresse

Hinweis

/leistungen/fassadenanstrich.html

/fassade-streichen

Top-Seite, Meta-Titel übernehmen

/leistungen/tapezieren.html

/tapezieren

1:1 umgezogen

/ueber-uns/team.html

/ueber-uns

Seiten zusammengelegt

/aktuelles/weihnachten-2019

/blog

Veraltet, passende Übersicht

/kontakt.php

/kontakt

Wird oft von Branchenbüchern verlinkt

Beim Ausfüllen gelten ein paar Regeln, die in der Praxis immer wieder falsch laufen:

  • Themengleich weiterleiten. Die neue Adresse muss dasselbe Thema behandeln. Wer alle alten Seiten auf die Startseite umleitet, verliert die Rankings trotzdem, weil Google so eine Sammelweiterleitung wie eine gelöschte Seite behandelt.

  • Keine Ketten bauen. Wenn es aus einem früheren Umbau schon Weiterleitungen gibt, führen diese direkt zum neuen Ziel. Eine Kette von A über B nach C bremst Besucher aus und verwässert das Signal.

  • Inhalte beim Zusammenlegen mitnehmen. Fasst die neue Seite mehrere alte Seiten zusammen, muss der wichtige Inhalt auch wirklich dort stehen. Der Absatz über Wallboxen gehört als eigener Abschnitt mit eigener Überschrift auf die neue Seite.

  • Adressen nur ändern, wenn es einen Grund gibt. Eine gut rankende Adresse wie /fassade-streichen behältst du am besten exakt bei. Die sicherste Weiterleitung ist die, die du gar nicht brauchst.

Technisch richtet die Agentur die Weiterleitungen meist über die Server-Konfiguration oder bei WordPress mit einem Weiterleitungs-Plugin ein. Für dich als Inhaber reicht es, die Tabelle gegenzulesen: Stimmt das Thema links und rechts überein? Fehlt eine Seite, die dir wichtig ist?

Google empfiehlt für einen solchen Umzug dauerhafte serverseitige Weiterleitungen und rät, sie möglichst lange beizubehalten, mindestens für ein Jahr. Die Details stehen in der offiziellen Google-Anleitung zum Umzug mit URL-Änderungen.

Weiterleitungsplan als Teil der Relaunch Checkliste: alte Adressen führen zur neuen Seite

Phase 3: Die Testphase vor dem Livegang

Die neue Seite entsteht in der Regel auf einer Testumgebung, oft Staging genannt. Das ist eine Kopie unter einer eigenen Adresse, die nur du und die Agentur sehen. In dieser Phase prüfst du alles, was Besucher später erleben. Diese Punkte gehören auf deine Relaunch Checkliste für die Testphase:

Die Testseite vor Google verstecken

Die Testumgebung darf nicht in der Google-Suche auftauchen. Sonst hast du zwei Versionen deiner Seite im Index, und die unfertige konkurriert mit der alten. Am sichersten ist ein Passwortschutz. Bei WordPress gibt es zusätzlich unter „Einstellungen“ und „Lesen“ ein Häkchen im Bereich „Sichtbarkeit für Suchmaschinen“, das Google von der Seite fernhält. Merk dir diesen Schalter, er spielt am Tag des Livegangs noch eine Rolle.

Kontaktformular mit echter Anfrage testen

Schick über jedes Formular eine Testanfrage an deine echte Geschäftsadresse. Kommt die E-Mail an? Landet sie im Spam? Steht die Telefonnummer des Absenders drin? Ein typischer Fehler: Der Mailserver lehnt die Absenderadresse des neuen Formulars ab, und die Anfragen laufen wochenlang ins Leere. Das fällt niemandem auf, bis ein Kunde fragt, warum sich keiner meldet.

Handyansicht und Ladezeit prüfen

Öffne jede wichtige Seite auf deinem eigenen Smartphone, am besten im mobilen Netz und nicht im Büro-WLAN. Lässt sich die Telefonnummer antippen? Ist der Anfrage-Button ohne Scrollen sichtbar? Wie lange dauert es, bis die Startseite steht?

Die Ladezeit ist ein häufiger Grund für einen Relaunch und trotzdem ein häufiger Schwachpunkt der neuen Seite. Große Fotos von der Baustelle, ungeprüfte Plugins und Animationen machen sie langsam. Die Messlatte ist dabei gar nicht so hoch, wie viele denken:

Nur 45 Prozent der mobilen Startseiten erreichen gute Werte bei den Core Web Vitals, über alle mobilen Seiten sind es 48 Prozent.
Quelle: HTTP Archive, Web Almanac 2025, Performance-Kapitel, Auswertung realer Nutzerdaten aus dem Chrome UX Report für Millionen Webseiten, Stand Juli 2025

Heißt für dich: Wenn deine neue Seite die Core Web Vitals besteht, bist du schneller als mehr als die Hälfte aller Seiten im Netz. Prüfen kannst du das kostenlos mit PageSpeed Insights von Google. Liegt die neue Seite dort schlechter als die alte, ist sie noch nicht bereit für den Livegang.

Inhalte und Rechtstexte kontrollieren

  • Impressum und Datenschutzerklärung sind vollständig und auf dem Stand der neuen Technik. Neue Dienste wie ein Buchungstool oder eingebettete Karten müssen in der Datenschutzerklärung stehen.

  • Der Cookie-Banner lädt keine Dienste, bevor der Besucher zugestimmt hat.

  • Jede Seite hat einen eigenen Meta-Titel und eine eigene Beschreibung. Bei den Top-Seiten aus Phase 1 übernimmst du die bewährten Suchbegriffe.

  • Bilder haben Alternativtexte, Telefonnummer und Adresse stimmen auf allen Seiten überein.

  • Keine Blindtexte, keine Platzhalterbilder, keine Links auf die Testumgebung.

Phase 4: Der Tag des Livegangs

Plane den Livegang für einen Dienstag oder Mittwoch am Vormittag. Dann bleibt genug Zeit, Fehler zu beheben, bevor das Wochenende kommt. Ein Freitagnachmittag ist der schlechteste Zeitpunkt: Fällt am Samstag das Formular aus, merkst du es erst am Montag. Für Handwerker mit Saisongeschäft gilt außerdem: nicht mitten in der Hochsaison umstellen, wenn ohnehin jede Anfrage zählt.

Am Tag selbst arbeitest du diesen Teil der Relaunch Checkliste der Reihe nach ab:

  1. Backup der alten Seite ein letztes Mal ziehen.

  2. Neue Seite auf die echte Domain schalten und das SSL-Zertifikat prüfen. Die Adresse muss mit https und Schloss-Symbol laden.

  3. Die Sperre für Suchmaschinen entfernen. Bei WordPress heißt das: das Häkchen unter „Einstellungen“ und „Lesen“ wieder herausnehmen. Dieser Schritt wird erschreckend oft vergessen, und dann verschwindet die komplette Seite aus Google.

  4. Weiterleitungen aktivieren und fünf bis zehn alte Adressen aus der Tabelle stichprobenartig im Browser aufrufen.

  5. Die neue Sitemap in der Google Search Console einreichen.

  6. Im Google-Unternehmensprofil die hinterlegte Webseiten-Adresse prüfen. Verweist sie auf eine Unterseite, die es nicht mehr gibt, korrigierst du sie.

  7. Kontaktformular auf der Live-Seite erneut mit einer echten Anfrage testen.

  8. Prüfen, ob das Besucher-Tracking auf der neuen Seite Daten erfasst.

Nach Punkt 8 schreibst du dir das Datum auf. Ab diesem Tag vergleichst du alle Zahlen mit den Ist-Werten aus Phase 1.

Phase 5: Kontrolle in den ersten Wochen nach dem Relaunch

Ein Relaunch ist mit dem Livegang nicht erledigt. Google braucht Zeit, um die neuen Adressen zu verarbeiten. Laut der Umzugs-Anleitung von Google Search Central dauert es bei mittelgroßen Seiten einige Wochen oder länger, bis in den Suchergebnissen die neuen Adressen statt der alten erscheinen. Schwankungen im Ranking sind in dieser Zeit normal.

Normal heißt aber nicht: einfach abwarten. Diese Punkte stehen auf deiner Relaunch Checkliste für die ersten vier Wochen:

  • Tag 1 bis 3: In der Search Console unter „Seiten“ nach Fehlern suchen, die als „Nicht gefunden (404)“ gemeldet werden. Jede alte Adresse, die dort auftaucht, fehlt im Weiterleitungsplan.

  • Woche 1: Die Positionen deiner fünf wichtigsten Suchbegriffe prüfen. Ein Rutsch um ein paar Plätze ist normal, ein kompletter Verlust der Seite nicht.

  • Woche 2: Klicks aus der Google-Suche mit dem gleichen Zeitraum vor dem Relaunch vergleichen.

  • Woche 4: Anfragen pro Woche zählen. Das ist die Zahl, die für deinen Betrieb am Ende zählt, wichtiger als jedes Ranking.

Wann solltest du nach dem Relaunch nervös werden?

Ein leichter Rückgang der Klicks in den ersten zwei, drei Wochen ist kein Grund zur Sorge. Bedenklich wird es, wenn eine deiner Top-Seiten ganz aus den Suchergebnissen verschwindet, wenn die Search Console plötzlich viele Seiten als „ausgeschlossen“ meldet oder wenn nach vier Wochen deutlich weniger Anfragen kommen als vorher. Dann prüfst du zuerst die Suchmaschinen-Sperre und die Weiterleitungen, dort liegt in den meisten Fällen die Ursache. Mehr zu den Grundlagen, wie Google Seiten bewertet, findest du im Leitfaden Google Suche optimieren.

Die häufigsten Fehler beim Relaunch

Die meisten Probleme nach einem Relaunch haben banale Ursachen. Diese Fehler tauchen bei kleinen Betrieben immer wieder auf:

  • Suchmaschinen-Sperre bleibt aktiv. Die Testumgebung war richtig gesperrt, die Sperre wandert mit auf die Live-Seite. Nach zwei Wochen ist die Seite aus Google verschwunden.

  • Alle Weiterleitungen führen auf die Startseite. Bequem, aber für Google ein Signal, dass die alten Inhalte weg sind.

  • Starke Texte werden gekürzt. Die alte Seite hatte 800 Wörter zum Thema Badsanierung, die neue hat drei Sätze und ein großes Foto. Die Seite sieht besser aus und rankt schlechter.

  • Meta-Titel werden neu erfunden. Statt „Badsanierung in Landshut, Meisterbetrieb“ steht jetzt „Willkommen“ im Titel.

  • Die Adresse im Google-Unternehmensprofil führt ins Leere. Gerade für lokale Suchanfragen ist dieser Link wichtig, und er wird fast nie mitgedacht.

  • Niemand hat Ist-Werte notiert. Ohne Vergleichszahlen weiß nach drei Monaten keiner, ob der Relaunch geholfen oder geschadet hat.

Keiner dieser Fehler ist technisch schwer zu vermeiden. Sie passieren, weil in der Hektik vor dem Livegang niemand eine Relaunch Checkliste abhakt.

Relaunch selbst machen oder machen lassen?

Die Relaunch Checkliste kannst du selbst abarbeiten, wenn du die Seite mit einem Baukasten selbst baust und sie nur wenige Unterseiten hat. Einen Teil der Punkte, etwa die Bestandsaufnahme und die Tests, solltest du ohnehin selbst begleiten. Du kennst deine Kunden und weißt, welche Seiten wirklich Aufträge bringen.

Weiterleitungen, Serverumzug und die Kontrolle in der Search Console sind dagegen Handwerk für jemanden, der das regelmäßig macht. Ein Fehler kostet hier schnell mehr als die Arbeitszeit, die du sparen wolltest. Wenn deine Seite über Google Aufträge bringt, würde ich diesen Teil nicht auf gut Glück erledigen.

Aufgabe

Selbst machbar?

Empfehlung

Alte Adressen sammeln, Top-Seiten ermitteln

Ja, mit Search Console

Selbst machen oder gemeinsam

Weiterleitungsplan erstellen

Teilweise

Agentur erstellt, du prüfst

Weiterleitungen technisch einrichten

Nur mit Erfahrung

Machen lassen

Formulare und Handyansicht testen

Ja

Selbst testen

Livegang und Indexierung

Nur mit Erfahrung

Machen lassen

Kontrolle der ersten vier Wochen

Teilweise

Gemeinsam

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Häufige Fragen zur Relaunch Checkliste

Wie lange dauert ein Webseiten-Relaunch?

Für eine Seite mit 10 bis 50 Unterseiten solltest du vier bis acht Wochen für Planung, Umsetzung und Tests einplanen. Dazu kommen rund vier Wochen Kontrolle nach dem Livegang, in denen Google die neuen Adressen verarbeitet.

Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Rankings?

Nicht zwangsläufig. Mit einem vollständigen Weiterleitungsplan und übernommenen Suchbegriffen bleiben die Rankings in der Regel erhalten, kurze Schwankungen in den ersten Wochen sind normal. Rankings gehen vor allem dann verloren, wenn Weiterleitungen fehlen oder starke Inhalte gekürzt werden.

Wie lange müssen Weiterleitungen nach dem Relaunch bestehen bleiben?

Google empfiehlt, Weiterleitungen möglichst lange beizubehalten, mindestens aber ein Jahr. In der Praxis spricht nichts dagegen, sie dauerhaft aktiv zu lassen, weil alte Links in Branchenbüchern und auf Partnerseiten oft jahrelang bestehen.

Brauche ich für einen Relaunch die Google Search Console?

Ja, sie ist kostenlos und für jede Relaunch Checkliste fast unverzichtbar. Nur dort siehst du, welche Seiten vorher Klicks hatten, welche alten Adressen nach dem Livegang Fehler melden und ob Google die neue Sitemap verarbeitet.

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Relaunch?

Am besten an einem Dienstag oder Mittwoch am Vormittag und außerhalb deiner Hochsaison. So bleibt Zeit, Fehler zu beheben, und eine vorübergehende Delle bei den Anfragen trifft dich in einer ruhigeren Phase.

Fazit: Mit der Relaunch Checkliste ohne Verluste zur neuen Webseite

Die meisten Relaunches scheitern an vergessenen Kleinigkeiten: einer fehlenden Weiterleitung, einem Häkchen bei WordPress, einem Formular, das niemand getestet hat. Mit der Relaunch Checkliste arbeitest du diese Punkte in fünf Phasen ab, von der Bestandsaufnahme bis zur Kontrolle nach vier Wochen. Fang heute mit Phase 1 an: Öffne die Search Console und schreib dir die fünf Seiten mit den meisten Klicks auf. Genau die schützt du beim Umbau zuerst.

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