Eine neue Webseite dauert bei Freelancern meist 3 bis 8 Wochen, bei klassischen Agenturen 6 bis 12 Wochen. Die Technik entscheidet dabei selten über das Tempo. Viel mehr zählt, wie schnell du selbst Texte, Fotos und Freigaben lieferst. Genau hier liegt der Punkt, an dem die meisten Projekte hängen bleiben, nämlich an der Mail mit den Firmenfotos, die seit drei Wochen im Entwurfsordner liegt.
Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Wie lange dauert eine Webseite wirklich?
Wenn du bei fünf Anbietern nach der Dauer einer Webseite fragst, bekommst du fünf verschiedene Antworten. Das liegt daran, dass die reine Bauzeit nur ein Teil der Rechnung ist. Die Projektdauer setzt sich aus Konzept, Design, Umsetzung und Testphase zusammen, aber auch aus allem, was dazwischen bei dir liegt: Texte schreiben, Fotos sammeln, Freigaben erteilen.
Was ist die Projektdauer bei einer Webseite?
Die Projektdauer ist die Zeit vom Erstgespräch bis zum Livegang der fertigen Webseite. Sie umfasst alle Phasen: Briefing, Konzept, Design, technische Umsetzung, Content-Einpflege, Tests und die Freischaltung auf dem eigenen Hosting. Reine Entwicklungszeit und tatsächliche Projektdauer sind zwei unterschiedliche Zahlen, und genau diese Verwechslung sorgt für die meiste Enttäuschung bei Kunden.
Eine kleine Landingpage mit vorhandenen Texten kann in ein bis zwei Wochen stehen. Eine klassische Business-Webseite mit fünf bis zehn Unterseiten braucht in der Praxis zwischen vier und acht Wochen. Ein Online-Shop oder ein Projekt mit Buchungssystem und Schnittstellen zieht sich oft auf acht bis sechzehn Wochen, je nachdem, wie viele Funktionen dazukommen.
94 Prozent der Handwerksbetriebe in Deutschland nutzen eine eigene Webseite.
Quelle: Bitkom Research, Studienbericht "Digitalisierung des Handwerks", Erhebungsjahr 2025, Stichprobe: 504 Handwerksunternehmen, telefonische repräsentativ gewichtete Erhebung
Wer heute noch ohne Webseite arbeitet, ist in seiner Branche die Ausnahme. Umso wichtiger wird die Frage, wie lange ein Relaunch oder eine Neuerstellung dauert, wenn du dich doch endlich dazu entschließt. Einen guten Überblick über typische Beschleuniger für diesen Schritt findest du in unserer Checkliste zu den Anzeichen für einen Relaunch.
Die Phasen einer Webseiten-Erstellung und ihre Dauer
Jede seriöse Webseiten-Erstellung läuft in ähnlichen Schritten ab, egal ob Freelancer, Agentur oder Festpreis-Anbieter. Der Unterschied liegt in der Taktung und darin, wie viele Abstimmungsrunden eingeplant sind.
- Erstgespräch und Briefing: 30 bis 60 Minuten, meist am selben oder nächsten Tag möglich.
- Angebot und Auftrag: wenige Tage, abhängig davon, wie schnell du dich entscheidest.
- Konzept und Seitenstruktur: etwa eine Woche, hier legst du fest, welche Unterseiten es gibt und wofür sie gefunden werden sollen.
- Inhalte sammeln: ein bis drei Wochen, der Schritt mit dem größten Einfluss auf den gesamten Zeitplan.
- Design und Umsetzung: zwei bis vier Wochen, je nach Umfang und Funktionen.
- Test und Livegang: etwa eine Woche für Abnahme, Korrekturen und die technische Freischaltung.
Die Phasen überlappen sich in der Praxis oft. Während das Design entsteht, kannst du schon an den Texten für die nächste Unterseite arbeiten. Wer das nutzt, kommt deutlich schneller zum fertigen Ergebnis als jemand, der jeden Schritt erst abwartet, bevor der nächste beginnt.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Fliesenleger-Betrieb mit zwei Standorten hat bei mir alle Fotos vom eigenen Team schon zum Erstgespräch mitgebracht, auf dem Handy, unsortiert, aber vorhanden. Das Konzept stand nach vier Tagen, die Texte nach einer Woche, weil der Inhaber direkt mündlich erzählt hat, was auf jede Seite soll, und ich daraus die Formulierungen gebaut habe. Die komplette Webseite war nach 22 Tagen live. Ein anderer Betrieb aus derselben Branche hat sechs Wochen allein für die Textfreigabe gebraucht, weil drei Personen im Unternehmen unterschiedliche Vorstellungen hatten. Die Technik war in beiden Fällen identisch, der Unterschied lag komplett in der Organisation auf Kundenseite.
| Anbieter-Typ | Typische Dauer | Besonderheit |
|---|---|---|
| Homepage-Baukasten (selbst gebaut) | wenige Tage bis 2 Wochen | Du machst alles selbst, Qualität hängt von deiner Zeit ab |
| Freelancer | 3 bis 8 Wochen | Günstiger, aber oft nur eine Person, Auslastung schwankt |
| Klassische Agentur | 6 bis 12 Wochen | Mehr Abstimmungsrunden, oft mehrere Ansprechpartner |
| Festpreis-Modell mit festem Prozess | ca. 30 Tage | Klar getaktete Schritte, feste Zeitfenster für Freigaben |
Bei Leo Brockhausen arbeite ich nach einem Festpreis-Modell, bei dem eine komplette Webseite inklusive Design, Texten, SEO und Technik ab 1.990 Euro in rund 30 Tagen live geht, sofern du deine Inhalte zeitnah lieferst. Details dazu stehen auf der Festpreis-Seite. Den kompletten Ablauf von der ersten Anfrage bis zum Livegang beschreibe ich ausführlich im Artikel Webseite erstellen lassen: der Ablauf von der Idee bis zum Launch.
Warum sich Webseiten-Projekte verzögern
Die technische Umsetzung ist in den seltensten Fällen das Problem. Moderne Baukästen und CMS-Systeme wie WordPress sind ausgereift genug, um eine Webseite in wenigen Tagen technisch zusammenzubauen. Verzögerungen entstehen fast immer an drei Stellen, und alle drei hast du selbst in der Hand.
Fehlende oder späte Inhalte
Texte, Fotos, Logos, Öffnungszeiten, Preislisten: Wenn diese Dinge nicht vorliegen, steht das Projekt. Viele Betriebe unterschätzen, wie lange es dauert, eigene Texte zu formulieren, gerade neben dem Tagesgeschäft. Plane dafür bewusst Zeit ein oder lass die Texte direkt mitschreiben, wie ich es im Festpreis-Prozess mache. Ein kurzes Telefonat, in dem du erzählst, was dein Betrieb macht, ersetzt oft tagelanges Grübeln vor einem leeren Textdokument.
Zu viele Entscheider
Jede zusätzliche Person, die eine Designrunde freigeben muss, kostet im Schnitt mehrere Tage zusätzlich. Bei Einzelunternehmern ist das selten ein Thema, bei Betrieben mit mehreren Gesellschaftern oder einer Marketingabteilung schon. Lege deshalb schon im Erstgespräch fest, wer am Ende entscheidet.
Nachträglich neue Wünsche
Mitten im Projekt fällt dir eine zusätzliche Funktion ein, eine neue Unterseite, ein Online-Kalender. Jede Änderung, die nicht im ursprünglichen Konzept steht, verschiebt den Zeitplan. Das ist nicht grundsätzlich schlecht, nur solltest du wissen, dass es Zeit kostet.
83 Prozent der kleinen Unternehmen in den USA verfügen mittlerweile über eine eigene Webseite, 12 Prozent haben sie erst im vergangenen Jahr gestartet.
Quelle: Clutch.co, Studienbericht "The State of Small Business Websites in 2025", Erhebungsjahr 2025, Stichprobe: 406 befragte Kleinunternehmer in den USA
Interessant an dieser Zahl ist der zweite Teil: Ein Großteil der Betriebe ohne Webseite hat erst in den letzten zwölf Monaten reagiert. Wer jetzt startet, konkurriert also mit vielen frisch gelaunchten Seiten, und genau dann zählt es, dass dein eigenes Projekt nicht monatelang hängen bleibt. Eine schnelle Projektdauer ist damit auch ein Wettbewerbsfaktor gegenüber Betrieben, die gerade erst digital nachziehen.
Landingpage, Business-Webseite oder Online-Shop: Unterschiede in der Dauer
Nicht jede Webseite ist gleich aufwendig. Die Art des Projekts bestimmt maßgeblich, wie lange du einplanen musst.
| Projektart | Seitenanzahl | Realistische Dauer |
|---|---|---|
| Landingpage | 1 Seite | 1 bis 2 Wochen |
| Business-Webseite | 5 bis 10 Seiten | 4 bis 8 Wochen |
| Webseite mit Buchung oder Formularen | 5 bis 15 Seiten | 6 bis 10 Wochen |
| Online-Shop | variabel | 8 bis 16 Wochen |
Für die meisten Handwerksbetriebe reicht eine Business-Webseite mit Startseite, Leistungsseiten, Über-uns-Seite, Referenzen und Kontakt vollkommen aus. Genau dieser Typ liegt preislich und zeitlich im mittleren Bereich, was ihn für den Einstieg attraktiv macht. Wenn du unsicher bist, was genau du brauchst, lohnt sich ein Blick in meinen Artikel Was kostet eine Webseite? Preise, Festpreis-Modell und versteckte Kosten 2026, dort ordne ich Umfang und Kosten gegenüber.
Ein Online-Terminbuchungssystem oder ein Formular für Angebotsanfragen verändert die Dauer meist nur wenig, weil diese Funktionen inzwischen als fertige Bausteine verfügbar sind und sich ohne großen Mehraufwand einbinden lassen. Anders sieht es aus, wenn du eine komplett individuelle Buchungslogik brauchst, etwa für die Terminverwaltung mehrerer Mitarbeiter mit unterschiedlichen Leistungen. Das ist technisch möglich, verlängert den Zeitplan aber um zusätzliche Wochen für Entwicklung und Test. Mehr zur Einbindung einer Terminbuchung findest du im Artikel Online-Terminbuchung für Handwerker.
So verkürzt du die Dauer deiner Webseite
Ein paar einfache Entscheidungen auf deiner Seite können den Zeitplan um Wochen verkürzen, ohne dass die Qualität darunter leidet. Die folgenden Punkte stammen direkt aus der Projektpraxis und lassen sich unabhängig davon umsetzen, ob du mit einem Freelancer, einer Agentur oder einem Festpreis-Anbieter arbeitest.
- Texte vorher skizzieren: Stichpunkte reichen, eine gute Agentur formuliert daraus lesbare Sätze.
- Fotos frühzeitig sammeln: Handyfotos von Team, Werkstatt und fertigen Projekten sind besser als gar keine.
- Einen Entscheider benennen: Je weniger Personen Feedback geben müssen, desto schneller geht jede Freigaberunde.
- Feedback gebündelt geben: Statt fünf einzelne Mails über zwei Wochen, einmal gesammelt alle Anmerkungen schicken.
- Scope vorher klären: Lege fest, welche Seiten und Funktionen enthalten sind, bevor das Projekt startet.
- Realistischen Puffer einplanen: Zwei bis drei zusätzliche Tage für die letzte Korrekturrunde ersparen dir Stress kurz vor dem Launch.
Diese Punkte klingen banal, machen in der Praxis aber den größten Unterschied. Die Firmen, die bei mir am schnellsten live gehen, sind nicht die mit dem kleinsten Projekt, sondern die mit den Fotos schon im Postfach, bevor ich überhaupt frage.
Was eine lange Projektdauer wirklich kostet
Eine Webseite, die sich über Monate hinzieht, kostet mehr als nur Nerven. Jede Woche ohne aktuelle Webseite ist eine Woche, in der potenzielle Kunden bei der Google-Suche entweder gar nichts finden oder bei der veralteten alten Seite landen. Gerade in Branchen mit hohem Wettbewerb, etwa bei Garten- und Landschaftsbau oder Autowerkstätten, entscheidet oft die erste Seite, die ein Interessent aufruft, ob er anruft oder zum nächsten Treffer weiterklickt.
Hinzu kommt ein psychologischer Effekt: Je länger ein Projekt dauert, desto größer wird die Verlockung, es zwischendurch zu pausieren, weil das Tagesgeschäft wieder Vorrang bekommt. Aus einer geplanten Pause von zwei Wochen wird dann schnell ein halbes Jahr Stillstand. Ein klar getakteter Zeitplan mit festen Terminen für Freigaben wirkt dem entgegen, weil er die Verantwortung sichtbar macht und nicht beliebig verschiebbar wirkt. Genau deshalb frage ich im Erstgespräch gezielt nach einem realistischen Starttermin für die Inhalte, zusätzlich zum gewünschten Launch-Datum.
Checkliste: Bist du startklar für den Projektbeginn?
Bevor du eine Agentur oder einen Freelancer beauftragst, lohnt sich ein kurzer Realitätscheck. Je mehr der folgenden Punkte bei dir schon erledigt sind, desto kürzer wird dein Zeitplan tatsächlich ausfallen.
- Du hast mindestens zehn aktuelle Fotos von Team, Räumen oder Projekten, egal in welcher Qualität.
- Du kannst in eigenen Worten beschreiben, was dein Betrieb anbietet und wen er damit erreichen will.
- Du weißt, wer im Unternehmen die Freigabe für Design und Texte erteilt.
- Du hast ein grobes Budget im Kopf, auch wenn es noch keine feste Zahl ist.
- Du kennst deine aktuelle Domain und den Zugang zu deinem Hosting, falls schon eine Webseite existiert.
Fehlen dir zwei oder drei dieser Punkte, ist das kein Grund, das Projekt zu verschieben. Es bedeutet nur, dass die ersten Tage nach dem Erstgespräch dafür reserviert werden sollten, statt sie als verlorene Zeit zu empfinden.
Der richtige Zeitpunkt für den Start
Viele Betriebe warten auf eine ruhigere Phase, bevor sie das Projekt starten, und verschieben es dadurch jahrelang. In der Praxis gibt es selten einen perfekten Zeitpunkt. Sinnvoller ist es, saisonale Flauten gezielt zu nutzen: Garten- und Landschaftsbau-Betriebe starten oft im Winter, Dachdecker und Maler in den Frostwochen nach Neujahr, Heizungsbauer im Frühsommer, wenn die Heizsaison vorbei ist. Wer sein Projekt an die eigene Auftragslage anpasst, statt auf den theoretisch idealen Moment zu warten, kommt meist deutlich schneller ans Ziel.
Häufige Fragen zu der Dauer einer Webseite
Wie lange dauert eine einfache Webseite mit wenigen Seiten?
Eine einfache Webseite mit drei bis fünf Seiten und vorhandenen Texten kann in ein bis drei Wochen fertig sein. Fehlen Texte oder Fotos noch, verschiebt sich das meist um ein bis zwei weitere Wochen. Die Anzahl der Unterseiten spielt dabei eine kleinere Rolle als die Frage, wie vollständig die Inhalte beim Start bereits vorliegen.
Kann eine Webseite auch in wenigen Tagen fertig werden?
Technisch ist das möglich, wenn alle Inhalte vorliegen und es sich um eine einzelne Landingpage handelt. Manche Baukasten-Systeme werben sogar mit einem Livegang am selben Tag. Für eine vollständige Business-Webseite mit mehreren Unterseiten, eigener Struktur und Suchmaschinenoptimierung ist das selten realistisch, weil Design, Texte und Tests Zeit brauchen, auch wenn die Software selbst schnell ist.
Was verzögert eine Webseiten-Erstellung am häufigsten?
Am häufigsten fehlen Inhalte wie Texte, Fotos oder Preislisten. Direkt danach folgen zu viele Entscheider im Freigabeprozess und nachträglich hinzugefügte Funktionen, die ursprünglich nicht geplant waren. Seltener, aber ebenfalls relevant, sind technische Abhängigkeiten, etwa wenn eine Buchungssoftware oder ein Kassensystem erst nachträglich angebunden werden soll.
Lohnt sich ein schnellerer, aber teurerer Anbieter?
Das kommt auf deine Situation an. Wenn du dringend online sichtbar sein musst, etwa weil ein Wettbewerber gerade stark online wirbt oder deine alte Seite technisch ausgefallen ist, kann ein strafferer Zeitplan den Preisunterschied schnell wieder einspielen. Für die meisten Betriebe lohnt sich vor allem ein klarer, verbindlicher Zeitplan mit festen Terminen, unabhängig davon, zu welchem Preis dieser Zeitplan angeboten wird.
Wie unterscheidet sich die Dauer bei einem Relaunch von einer komplett neuen Webseite?
Ein Relaunch dauert oft ähnlich lange wie eine Neuerstellung, manchmal sogar länger, weil zusätzlich Inhalte von der alten Seite gesichtet, Weiterleitungen eingerichtet und bestehende Google-Rankings geschützt werden müssen. Wer unsicher ist, ob sich ein Relaunch schon lohnt, findet eine Einschätzung dazu in der Relaunch Checkliste.
Fazit: Plane realistisch, wie lange deine Webseite dauert
Wie lange eine Webseite dauert, hängt vor allem von dir selbst ab, nicht von der Technik. Vier bis acht Wochen sind für eine solide Business-Webseite ein realistischer Rahmen, wenn Inhalte und Freigaben zügig kommen. Verzögert sich dein Projekt trotzdem, liegt das fast immer an fehlenden Texten, zu vielen Entscheidern oder nachträglichen Wünschen.
Wenn du wissen willst, wie schnell deine eigene Webseite stehen könnte, und das zu einem festen Preis ohne böse Überraschungen, buch dir ein kostenloses Erstgespräch. Ich sage dir in 30 Minuten, welcher Zeitplan für dein Projekt realistisch ist, und was du selbst dafür vorbereiten solltest.
