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Webseite für Handwerker erstellen lassen: Ablauf & Kosten 2026

14. September 2026

Wer eine Webseite für Handwerker erstellen lassen will, hat drei Wege: Baukasten, Freelancer oder Agentur. Die Entscheidung hängt weniger am Budget als daran, wer die Texte schreibt und wer sich um die lokale Sichtbarkeit kümmert. Ich zeige dir, wie ein solches Projekt abläuft, woran du einen brauchbaren Anbieter erkennst und welche Fragen du im Erstgespräch stellen solltest.

Letzte Aktualisierung: September 2026

Webseite für Handwerker erstellen lassen: Schutzhelm über einem Browserfenster als Symbol

Warum eine Webseite für Handwerker überhaupt nötig ist

Die meisten Handwerksbetriebe leben von Empfehlungen. Das funktioniert, solange der Kalender voll ist. Der Haken: Empfehlungen kommen unregelmäßig, und du kannst sie nicht steuern. Fällt ein Großkunde weg, gibt es keinen zweiten Kanal, den du hochfahren könntest.

Dazu kommt: Auch empfohlene Betriebe werden nachgeschlagen. Jemand bekommt deinen Namen genannt, tippt ihn bei Google ein und schaut, was er findet. Wenn dort nichts steht, hat die Empfehlung an Kraft verloren.

85 Prozent der Handwerksbetriebe bieten mindestens einen digitalen Service an, 68 Prozent verschicken Angebote digital.
Quelle: Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, Studie „Digitalisierung des Handwerks", telefonische Befragung von 504 Handwerksunternehmen ab einem Beschäftigten in Deutschland, Erhebung Kalenderwoche 23 bis 29 des Jahres 2025

Digitale Wege sind im Handwerk also längst Normalität, nicht Vorsprung. Der Unterschied entsteht erst danach: bei der Frage, ob jemand, der deinen Namen googelt, eine brauchbare Seite findet oder eine Adresse aus dem Branchenbuch.

Eine eigene Seite ersetzt Empfehlungen nicht. Sie stützt sie ab und ergänzt sie um Anfragen von Leuten, die dich vorher nicht kannten.

Was ist der Unterschied zu einem Social-Media-Profil?

Ein Instagram- oder Facebook-Profil gehört dir nicht. Reichweite, Darstellung und Regeln bestimmt die Plattform, und sie ändert beides regelmäßig. Wer seine gesamte Sichtbarkeit dorthin auslagert, baut auf gemietetem Grund.

Deine eigene Seite ist der einzige Kanal, dessen Adresse dir dauerhaft gehört. Sie erscheint außerdem in der Google-Suche, was für Profile nur eingeschränkt gilt. Beides parallel ist sinnvoll, aber die Reihenfolge sollte stimmen.

Was eine Webseite für Handwerker kostet

Die Preisspanne reicht von wenigen hundert bis zu mehreren tausend Euro. Der Unterschied liegt selten in der Technik, sondern fast immer darin, wie viel Text- und Optimierungsarbeit enthalten ist.

Weg Einmalkosten Laufende Kosten pro Jahr Wer die Texte schreibt
Baukasten (Jimdo, Wix) 0 bis 500 Euro 150 bis 600 Euro Du selbst
WordPress mit gekauftem Template 500 bis 2.000 Euro 100 bis 300 Euro Meist du selbst
Freelancer 1.500 bis 4.000 Euro 100 bis 300 Euro Unterschiedlich, vorher klären
Agentur mit Festpreis ab 1.990 Euro netto 100 bis 300 Euro Die Agentur

Laufende Kosten entstehen bei jeder Variante. Domain, Hosting, gegebenenfalls Lizenzen und Wartung fallen unabhängig davon an, wer die Seite gebaut hat. Wer eine Seite ganz ohne Folgekosten verspricht, hat sie nur an anderer Stelle eingerechnet. Die vollständige Aufschlüsselung steht im Artikel Was kostet eine Webseite.

Die eigentliche Grundsatzfrage lautet aber nicht "welcher Anbieter", sondern ob du überhaupt jemanden beauftragen willst. Diese Abwägung habe ich hier ausführlicher beschrieben: Webseite kaufen oder selbst bauen.

Baukasten, Freelancer oder Agentur: Was passt zu deinem Betrieb?

Webseite für Handwerker: drei Lichtsäulen als Symbol für Baukasten, Freelancer und Agentur

Wann ein Baukasten reicht

Baukästen wie Jimdo oder Wix sind Editoren, mit denen du ohne Programmierkenntnisse eine Seite zusammensetzt. Template wählen, Texte eintragen, fertig. Für eine reine Visitenkarte mit Adresse und Telefonnummer genügt das.

Zwei Einschränkungen solltest du kennen. Die Ergebnisse ähneln sich stark, weil alle dieselben Vorlagen nutzen. Und du schreibst sämtliche Texte selbst, inklusive der Ortsangaben, von denen deine lokale Sichtbarkeit abhängt. Genau daran scheitern die meisten Baukasten-Seiten.

Wann ein Freelancer sinnvoll ist

Ein Freelancer lohnt sich, wenn du genau weißt, was du willst, und die Inhalte weitgehend selbst lieferst. Du bekommst individuelles Design zu moderaten Kosten und einen direkten Ansprechpartner ohne Zwischenebene.

Kläre vorher zwei Punkte: Wer schreibt die Texte, und wer ist erreichbar, wenn in einem halben Jahr etwas kaputtgeht? Bei Einzelpersonen steht das Projekt still, sobald sie ausfällt.

Wann sich eine Agentur rechnet

Eine Agentur bringt Design, Technik, Texte und lokale Optimierung zusammen. Das kostet mehr als ein Template, nimmt dir aber die Arbeit ab, an der die meisten Projekte hängen bleiben: die Inhalte.

Wie wir das für Betriebe umsetzen, steht auf der Seite Webdesign für Handwerker. Sinnvoll ist dieser Weg, wenn die Seite nicht nur existieren, sondern Anfragen bringen soll. Für einen Betrieb, dessen Kalender ohnehin voll ist, kann ein Baukasten die vernünftigere Wahl sein. Ehrlichkeit an dieser Stelle spart dir Geld.

Wie ein Webseiten-Projekt abläuft

Bei seriösen Anbietern läuft es weitgehend gleich ab, egal ob Freelancer oder Agentur.

  1. Erstgespräch: Was machst du, wen willst du erreichen, welche Aufträge sollen mehr werden? Das dauert meist eine gute Stunde.
  2. Struktur: Welche Unterseiten braucht die Seite, was steht auf der Startseite, welche Leistung bekommt eine eigene Seite?
  3. Design: Erste Entwürfe, zu denen du Rückmeldung gibst, bevor irgendetwas technisch umgesetzt wird.
  4. Texte und Bilder: Die Entwurfstexte entstehen. Hier lohnt es sich, genau zu lesen und fachliche Fehler zu korrigieren.
  5. Umsetzung: Die Seite wird gebaut, für Mobilgeräte angepasst und auf Ladezeit geprüft.
  6. Abnahme und Livegang: Letzte Korrekturen, dann geht die Seite online und wird bei Google angemeldet.

Rechne mit mehreren Wochen. Die häufigste Verzögerung ist nicht die Technik, sondern fehlende Fotos und ausstehende Rückmeldungen zu den Texten. Wer beides früh liefert, verkürzt das Projekt deutlich.

Diese Fragen solltest du im Erstgespräch stellen

  • Wer schreibt die Texte, und sind Überarbeitungen enthalten?
  • Wem gehören Domain und Inhalte nach dem Projekt?
  • Kann ich Öffnungszeiten, Fotos und Texte später selbst ändern?
  • Was kostet die Betreuung nach dem Livegang, und was ist darin enthalten?
  • Werden alte Adressen der bisherigen Seite weitergeleitet?

Besonders die Frage nach dem Eigentum an der Domain wird oft übersehen. Wenn sie auf den Dienstleister läuft, kommst du bei einem Wechsel nur schwer wieder heran.

Woran du unseriöse Anbieter erkennst

Im Handwerk landen besonders viele Kaltakquise-Anrufe zum Thema Webseite. Ein paar Warnzeichen sind ziemlich zuverlässig.

  • Druck am Telefon: "Das Angebot gilt nur heute" ist bei einer Investition über mehrere Jahre kein Argument, sondern ein Verkaufstrick.
  • Mietmodell ohne Ende: Manche Anbieter berechnen monatlich, ohne dass dir die Seite je gehört. Nach fünf Jahren hast du ein Vielfaches gezahlt und stehst mit leeren Händen da.
  • Keine Beispiele aus dem Handwerk: Wer nur Portfolios aus ganz anderen Branchen zeigt, kennt deine Kundschaft nicht.
  • Rankinggarantien: Niemand kann Platz eins bei Google zusichern. Wer es trotzdem tut, verkauft dir eine Behauptung.
  • Vertragslaufzeit über 24 Monate: Für Wartung und Betreuung sind kurze Kündigungsfristen üblich und angemessen.

Ein guter Test ist die Frage nach zwei Referenzkunden, die du selbst anrufen darfst. Wer ordentlich arbeitet, hat damit kein Problem.

Lokale Sichtbarkeit: der Teil, der über Anfragen entscheidet

Eine Seite, die niemand findet, bringt keine Aufträge, egal wie gut sie aussieht. Lokale Suchmaschinenoptimierung sorgt dafür, dass du bei Suchanfragen mit Ortsbezug erscheinst, also bei "Maler Frankfurt" oder "Fliesenleger in der Nähe".

Der zweite Hebel ist die Bequemlichkeit, mit der jemand den Kontakt herstellen kann. Genau dort ist im Handwerk noch viel Luft:

48 Prozent der Handwerksbetriebe ermöglichen eine Online-Terminbuchung, 35 Prozent bieten Online-Beratungen an.
Quelle: Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, Studie „Digitalisierung des Handwerks", telefonische Befragung von 504 Handwerksunternehmen ab einem Beschäftigten in Deutschland, Erhebung Kalenderwoche 23 bis 29 des Jahres 2025

Gut die Hälfte der Betriebe bietet also keinen Weg an, außerhalb der Geschäftszeiten einen Termin zu machen. Wer das anders löst, hebt sich ohne großen Aufwand ab. Darauf kommt es an:

  • Ortsangaben im Text: Stadt, Stadtteile und Nachbarorte gehören in Seitentitel und Fließtext, nicht nur ins Impressum.
  • Google-Unternehmensprofil: Vollständig ausgefüllt und mit der Seite verknüpft. Die Anleitung steht in der Google-Hilfe.
  • Identische Kontaktdaten: Firmenname, Adresse und Telefonnummer müssen überall gleich geschrieben sein.
  • Bewertungen: Wie du sie rechtlich sauber einsammelst, steht hier: Google-Bewertungen sammeln für Handwerker.
  • Ladezeit und mobile Ansicht: Der Großteil lokaler Suchanfragen läuft über das Handy, oft unterwegs.

Ob sich zusätzlich bezahlte Anzeigen lohnen, hängt davon ab, wie schnell du Ergebnisse brauchst. Die Gegenüberstellung steht hier: Google Ads oder SEO für Handwerker.

Typische Fehler auf Handwerker-Webseiten

Diese Punkte sehe ich regelmäßig, auch bei Seiten, für die jemand bezahlt hat.

  • Kein klarer nächster Schritt: Was soll ein Besucher tun? Anrufen, Formular ausfüllen, Termin buchen? Wenn das nicht eindeutig ist, passiert nichts.
  • Zu viel Text auf der Startseite: Besucher lesen nicht, sie überfliegen. Kurze Aussagen schlagen ausführliche Erklärungen.
  • Gekaufte Symbolfotos: Man erkennt sie sofort, und sie wirken austauschbar. Eigene Projektfotos schaffen Vertrauen, auch mit dem Handy aufgenommen.
  • Kein Ortsbezug: Ohne Stadtnamen im Text kann Google dich keiner Region zuordnen.
  • Fehlende Pflichtangaben: Impressum und Datenschutzerklärung sind in Deutschland keine Kür.
  • Formular mit zu vielen Feldern: Name, Telefonnummer und eine Zeile zum Anliegen reichen. Jedes Pflichtfeld mehr kostet Anfragen.

Dazu kommt seit 2025 das Thema Barrierefreiheit. Es betrifft nicht jeden Betrieb gleichermaßen, aber wer online bucht oder verkauft, sollte den eigenen Fall prüfen: Ist meine Webseite barrierefrei?

Was du vor dem Projektstart zusammenstellen solltest

Der Aufwand auf deiner Seite bleibt überschaubar, wenn du das Folgende vorbereitest:

  • Zehn bis zwanzig Fotos abgeschlossener Arbeiten, gern mit dem Handy
  • Deine Leistungen, sortiert danach, womit du wirklich Geld verdienst
  • Die Orte, in denen du tatsächlich arbeitest
  • Nachweise wie Meisterbrief, Zertifikate und Innungsmitgliedschaft
  • Zwei, drei Kunden, die eine kurze Bewertung schreiben würden

Für einzelne Gewerke habe ich das konkreter aufgeschrieben, etwa für Maler und Lackierer und für Schreiner.

Was nach dem Livegang kommt

Mit dem Onlinegang ist ein Webseiten-Projekt nicht beendet, auch wenn viele Anbieter an dieser Stelle verschwinden. Drei Dinge bleiben dauerhaft zu tun.

  • Aktuell halten: Neue Projektfotos, geänderte Öffnungszeiten, zusätzliche Leistungen. Eine Seite, deren letzter Eintrag drei Jahre alt ist, wirkt wie ein aufgegebener Betrieb.
  • Technisch pflegen: Bei WordPress müssen System und Erweiterungen regelmäßig aktualisiert werden. Wird das versäumt, wird die Seite irgendwann zum Sicherheitsrisiko.
  • Ergebnisse anschauen: Wie viele Anrufe kommen über das Unternehmensprofil, welche Seiten werden gelesen? Einmal im Monat reicht völlig.

Wenn deine bestehende Seite an mehreren dieser Punkte scheitert, lohnt eher ein Neuaufbau als ständiges Nachbessern. Die Anzeichen dafür habe ich hier gesammelt: 7 Anzeichen für einen Relaunch.

Häufige Fragen zur Webseite für Handwerker

Was kostet es, eine Webseite für Handwerker erstellen zu lassen?

Je nach Weg zwischen 500 und mehreren tausend Euro einmalig. Bei uns gibt es die Seite zum Festpreis ab 1.990 Euro netto inklusive Texten und lokaler Optimierung. Laufende Kosten für Domain, Hosting und Wartung kommen bei jeder Variante dazu.

Wie lange dauert so ein Projekt?

Plane mehrere Wochen ein. Das Tempo hängt vor allem daran, wie schnell du Fotos lieferst und Rückmeldung zu den Texten gibst. Die technische Umsetzung ist selten der Engpass.

Reicht eine Facebook-Seite statt einer eigenen Webseite?

Nein. Die Plattform bestimmt Reichweite und Regeln und kann beides jederzeit ändern. Deine eigene Adresse gehört dir dauerhaft und erscheint zuverlässig in der Google-Suche.

Was gehört auf jede Handwerker-Webseite?

Klar benannte Leistungen, dein Einzugsgebiet, eine klickbare Telefonnummer, ein kurzes Kontaktformular, echte Projektfotos, Bewertungen sowie Impressum und Datenschutzerklärung.

Kann ich die Seite später selbst aktualisieren?

Bei WordPress in der Regel ja. Frag im Erstgespräch konkret nach und lass dir zeigen, wie das Ändern von Texten und Fotos abläuft. Öffnungszeiten und neue Bilder solltest du ohne Dienstleister pflegen können.

Was passiert mit meiner bisherigen Webseite?

Die Domain bleibt bestehen, du musst also keine neue Adresse bekannt machen. Wichtig ist, dass alte Unterseiten auf die neuen weitergeleitet werden. Sonst verlierst du die Positionen, die deine bisherige Seite bei Google bereits erreicht hat.

Fazit: Eine Webseite für Handwerker steht und fällt mit den Inhalten

Die Technik ist bei allen drei Wegen lösbar. Der Unterschied liegt darin, wer die Texte schreibt, wer die Ortsangaben setzt und wer sich nach dem Livegang kümmert. Genau daran scheitern die meisten Handwerker-Webseiten, nicht am Design. Eine schlichte Seite mit klaren Texten und sauberen Ortsangaben schlägt jedes aufwendige Layout ohne Inhalt.

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Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von uns redaktionell geprüft.

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